Coppelius im Spectrum Augsburg am 30.12.07

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Sooo, ich bin gerade vom Konzert zurück, im Hintergrund läuft das neu gekaufte Album, und ich muss sagen: Selten so ein geiles Konzert erlebt. Hab immernoch ein breites Grinsen im Gesicht. Jeder der nicht da war, hat wirklich was verpasst.
Ich habe selten eine publikumsfreundlichere Band gesehen wie Coppelius.

Es fing schon damit an, dass der Butler beim ersten Stück ein Becken vom Schlagwerk abmontierte und ins Publikum hielt, woraufhin 2 Zuschauer im Takt der Musik draufklopfen durften. Beim nächsten Stück hörte ich plötzlich eine unbekannte Stimme beim Refrain, bis mir auffiel, dass einer der Sänger sein Micro an eine Zuschauerin abgetreten hatte Irgendwann verlor einer der Sänger aufgrund von zu heftigem Kopfschüttelns seinen Zylinder. Der Butler sprang sofort danach, wischte den Schmutz energisch fort und versuchte dem Sänger seine Kopfbedeckung wieder aufzusetzen. Das wurde zu einer äußerst lustigen Angelegenheit, da dieser einfach nicht aufhören wollte, sich zu bewegen
Bei einem der nächsten Stücke verschwanden plötzlich sämtliche Bandmitglieder bis auf den Schlagwerker, welcher daraufhin ein furioses Solo hinlegte … bis er immer langsamer wurde und anschließend einschlief *g* Er wurde aber sofort wieder vom Butler geweckt und die restlichen Bandmitglieder gesellten sich auch wieder zu ihm auf die Bühne. Doch halt … da fehlte doch einer … Des Rätsels Lösung: Einer der beiden Klarinettisten hatte sich um das Publikum geschlichen und spielte nun von hinter uns, zwischen uns, vor uns, über uns auf den Tischen, Stühlen und Theken. Natürlich ein gefundenes Fressen für die anwesenden Fotografen. Nach einer Weile gesellte er sich aber wieder zu den anderen auf die Bühne. Bis er jemand mit Fotokamera entdeckte. Diese wurde kurzerhand entführt und er schoss diverse Fotos direkt auf der Bühne von der Band und auch von den Zuschauern. Zitate: "Hej, ich kann seine Mandeln sehen" "Perfekt. Sieht aus wie 5000 Leute" *g* (Man muss dazu sagen, dass ich von der Zuschauerzahl ziemlich enttäuscht war. Das Spectrum war vielleicht zu einem Viertel voll und im Laufe des Abends wurde es auch nicht mehr als 1/3).
Was war denn noch? Ach ja, eine Zuschauerin wurde auf die Bühne geholt und verbrachte dort ein komplettes Stück kopfschüttelnd und hüpfend. Dann fiel dem Klarinettisten von vorhin eine Videokamera auf. Auch diese wurde entführt und der Besitzer dürfte um einige exklusive Aufnahmen reicher sein.

So viel also zur Show. Ich bin mir sicher, es gab noch mehr, aber es war einfach zu viel, um es sich alles merken zu können.

Zur Band und den Songs:
Die Instrumente sind 2x Klarinette, 1x Kontrabass, 1x Cello, 1x Schlagzeug und einige kleine Instrumente wie Rassel, Triangel etc.
Entsprechend hört sich auch ihr Sound an. Eine Mischung aus Mittelalterrock (das Cello ähnlich verzerrt wie bei Apocalyptica) und Jazz (durch die Klarinetten und das zum Teil chaotische Zusammenspiel der Instrumente).
Wenn ich nun ein besonders gutes Stück empfehlen müsste, fiele mir die Auswahl extrem schwer, aus dem einfachen Grund, weil sich alle Stücke klasse anhören. Aber ich würde wohl den Titelsong ihres Albums "Time – Zeit" empfehlen, oder "Operation" oder "I get used to it" wenn ich mich denn entscheiden müsste.

Die Band besteht aus 6 Mitgliedern, von denen 4 singen, mal abwechselnd, mal einzeln, mal alle zusammen.
Die Mitglieder sind:
Max Coppela: Gesang, Klarinette
Nobusama: Schlagzeug
Graf Lindorf: Gesang, Cello
Comte Kaspar: Gesang, Klarinette
Sissy Voss: Kontrabass
Bastille: Gesang, Butler

Den Kleidungsstil würde ich in die 20er und 30er Jahre des 19ten Jahrhunderts einordnen. Mit Zylinder, Frack und Gehrock.

Tja, alles in allem bleibt mir nur zu sagen:

Eine neue Band darf sich zu meinen Lieblingsbands zählen. Coppelius! Willkommen auf meiner Liste

Hörbeispiele gibts auf der Homepage der Band http://www.coppelius-band.de/
 

PS: Dies ist mein erster Nachbericht den ich jemals geschrieben habe, falls also wer Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge etc hat, einfach PM an mich. Kritik ist immer gern gesehen.

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