Jesus On Extasy: – Holy Beauty

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Mit ihrem ersten Longplayer legen Jesus on Extasy gleich richtig los, der Sound geht so richtig ins Ohr. Gleich der Opener „Assassinate me“, der wohl stärkste Song der Band, der auch schon von KMFDM remixed wurde, zieht den Hörer in seinen Bann und zeigt bereits ein großes Spektrum des vielseitigen Könnens der Newcomer.

Musikalisch eine gute Mischung aus harter Rockmusik, unterlegt mit teilweisen sehr poppigen Melodien, einigen elektronischen Anleihen und der tiefgehenden und ungemein vielseitigen Stimme des Sängers. Dabei werden die Inhalte der Texte durch die musikalische Interpretation sehr bildlich umgesetzt, was wohl zumindest zum Teil den recht unterschiedlichen Stil von Jesus On Extasy erklärt.

Dieser vielseitige Stil sei anhand einiger Beispiele aufgezeigt. „Nuclear Bitch“ ist ein recht poppiger, fast schon dancefloor-lastiger Song, geprägt von Samples mit einer hohen Frauenstimme, die mit den tiefen, melancholischen Vocals des Sängers in Dialog steht. „Reach Out“, die Ballade auf dem Album, ist ein ruhiger, trauriger Rocksong mit Pianoklängen und Meeresrauschen im Hintergrund, die die träumerisch-melancholische Atmosphäre gut untermauern, vorgetragen mit klarer, ruhiger, schwermütiger Stimme, traumhaft schön und mit Gänsehaut-Garantie. „Nowhere“ hingegen dürfte einer der Clubkracher des Albums sein, der Song ist sehr tanzbar, die Umsetzung mutet schon fast fröhlich an, jedoch entbehrt auch dieser Track nicht einer gewissen Schwermut, hervorgerufen vor allem durch den Gesang. Trotzdem geht dieser Song einfach direkt in die Beine. „Neochrome“ wiederum ist mehr Metal denn Rock, harte Gitarrenriffs, wummernde Drums, stark verzerrte, gekreischte Vocals, sehr schneller, aggressiver Gesang verbinden sich zu einem einzigen treibenden Klang-Gebilde, das einen nicht mehr los lässt.

Trotz dieser Vielseitigkeit schaffen Jesus On Extasy ein sehr stimmiges Gesamtbild, die musikalische Umsetzung und die Lyrics ergänzen sich perfekt, die Stimmintensität und der Ausdruck sind stets an die Inhalte angepasst, wodurch eine vielschichtige, ansprechende, dichte Atmosphäre entsteht, die sich durch das ganze Album zieht.

Fazit: Das sollte sich keiner entgehen lassen, es ist für (fast) jeden Geschmack etwas geboten. Jesus On Extasy zeigen hier die volle Bandbreite ihres Könnens, und das ist so einiges.

Tracklist:

1. Assassinate Me
2. Nuclear Bitch
3. Drowning
4. Neochrome
5. Second Skin
6. Alone
7. Puppet
8. Holy Beauty
9. Nowhere Girl
10. Reach Out
11. Assassinate Me [KMFDM Remix]

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