Black Veil Brides und The Funeral Portrait rocken das Backstage Werk in München
München, 10. Juni 2026 – Das Backstage Werk in München war am Mittwochabend fest in der Hand der Black Veil Brides. Im Rahmen ihrer aktuellen Tour machte die US-amerikanische Glam-Metal-Band Halt in der bayerischen Landeshauptstadt. Bereits vor dem Hauptact sorgte die Post-Hardcore-Band The Funeral Portrait für die passende Einstimmung. Mit ihrer energiegeladenen Show brachte sie das Publikum früh in Bewegung und bereitete den Weg für einen intensiven Konzertabend.
Als Vorband betraten The Funeral Portrait pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne. Die Band, die für ihren düsteren und theatralischen Stil bekannt ist, präsentierte unter anderem die Songs „Generation Psycho“, „Holy Water“, „Evergreen“, „Blood Mother“, „Voodoo Doll“ und „You’re So Ugly When You Cry“. Mit viel Einsatz und sichtbarer Freude am Auftritt zogen sie die Aufmerksamkeit des Publikums schnell auf sich. Die eingängigen Melodien und die intensive Bühnenshow sorgten dafür, dass die Vorfreude auf den Hauptact weiter anstieg. Zudem suchten die Musiker immer wieder den Kontakt zu den bereits zahlreich erschienenen Fans und wurden dafür mit lautstarken Reaktionen belohnt.
Nach einer kurzen Umbaupause war es dann soweit. Um 21:10 Uhr betraten die Black Veil Brides unter tosendem Applaus die Bühne. Eine besondere Herausforderung meisterte dabei Schlagzeuger Wade, der den eigentlichen Drummer aus privaten Gründen ersetzte. Das gesamte Set hatte er innerhalb von nur 22 Stunden einstudiert. Dies war eine bemerkenswerte Leistung, die den Abend zusätzlich prägte. Die Band um Frontmann Andy Biersack eröffnete ihr Set mit „Knives and Pens“ und legte von Beginn an ein hohes Tempo vor. Die Fans feierten jeden Song begeistert mit. Die Setlist bot eine gelungene Mischung aus älteren Hits und neueren Stücken. Dies spiegelte die musikalische Entwicklung der Band wider.
Besondere Highlights des Abends waren unter anderem „Bleeders“, „In the End“ und „Vindicate“. Auch „Rebel Love Song“ und „The Legacy“ sorgten für euphorische Stimmung im Publikum. Ein unerwarteter, aber charmanter Moment war das gemeinsame Singen von „Alles Gute zum Geburtstag“ für eines der Bandmitglieder. Die Band zeigte sich während des gesamten Auftritts in Topform. Andy Biersack überzeugte dabei mit seiner kraftvollen Stimme und seiner charismatischen Bühnenpräsenz.
Die Lichtshow war passend inszeniert und unterstrich die dramatische Atmosphäre der einzelnen Songs. Auch der Sound im Backstage Werk überzeugte. Die Interaktion zwischen Band und Publikum war während des gesamten Konzerts intensiv. Andy Biersack suchte immer wieder den Kontakt zu den Fans, die textsicher mitsangen und die Band frenetisch feierten.
Ein weiteres Highlight des Abends waren die gemeinsamen Auftritte von Jacob „Jake“ Pitts und Andy Biersack. Diese sorgten für sichtbare Begeisterung und Belustigung im Publikum. Auch der Sänger von The Funeral Portrait stand gleich zweimal gemeinsam mit den Black Veil Brides auf der Bühne. Dies unterstrich die gute Chemie zwischen den beiden Bands. Während eines dieser gemeinsamen Auftritte äußerten die Black Veil Brides den Wunsch, künftig gemeinsam auf Tour zu gehen.
Für einen besonders humorvollen Moment sorgte schließlich eine scherzhafte „Krankmeldung“, die Andy Biersack mit den Worten „I’m dead“ unterschrieb. Ein weiteres persönliches Highlight war die Übergabe einer Kerze aus dem Publikum, über die sich der Sänger sichtlich freute.
Als das Konzert scheinbar bereits beendet war, forderte das Publikum lautstark eine Zugabe und rief immer wieder „Wake Up“. Die Band kam diesem Wunsch nach und spielte daraufhin nicht nur einen Teil von „Wake Up“, sondern auch „Fallen Angels“ und zum Abschluss „In the End“. Mit diesen letzten Songs verabschiedeten sich die Black Veil Brides von ihren Münchner Fans und setzten einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter den Konzertabend.
Das Konzert der Black Veil Brides im Backstage Werk zeigte eindrucksvoll, weshalb die Band seit Jahren eine treue Fangemeinde hinter sich vereint. Gemeinsam mit dem gelungenen Auftritt von The Funeral Portrait entstand ein abwechslungsreicher Konzertabend, der den Besucherinnen und Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Die Mischung aus musikalischer Qualität, Publikumsnähe und besonderen Momenten machte den Abend zu einem besonderen Erlebnis.
Redaktion: Svenja Göttfert