ETWAS DEIN – DEM PARADIES SO NAH

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Und wieder stelle ich einen Rekord bei den Verlorenen Seelen auf. Ich denke mal, das Debütalbum von Etwas Dein hat wohl am längsten gebraucht, bevor es in den Genuss einer Rezension kommt. Selbst in meinem CD Schrank steht das Album seit über einem Jahr, war als ich es bekommen habe schon nicht mehr wirklich neu und wird trotzdem sehr gern gehört.
Etwas Dein spielen wenn man es genau nimmt Alternative Rock. Allerdings darf man nicht mit 08/15 Stereotypen rechnen, wenn man sich auf die 5 Augsburger einlässt. Sie verwenden in ihren Songs sehr gern Akustikgitarren und Perkussion-Elemente, was die an sich schon guten Songs erheblich aufwertet.
Bei Etwas Dein dominieren die Gitarren und es gelingt den Musikern extrem häufig, zuckersüße Melodien aus ihren Instrumenten herauszuholen. Die Songs sind meist im Midtempo Bereich gehalten, was aber während des kompletten Albums nicht zu Langeweile führt. Auch Christians Gesang kann sich hören lassen und fügt sich in das gute Gesamtkunstwerk ein.
Textlich bewegt sich die Band in der menschlichen Gefühlswelt. Sie schwelgen immer wieder irgendwo zwischen Liebe und Schmerz. Besonders auffallend ist, dass Text und Musik gut zusammenpassen. Ist der Text traurig, klingt es auch so. Im Übrigen singen die Jungs komplett auf deutsch.
Da es bei kleineren Bands immer recht praktisch ist, bekanntere Vergleiche zu finden, versuchen wir das hier auch einmal. Das fällt aber gar nicht so leicht. Am ehesten erinnert mich Etwas Dein an eine, im Vergleich zu den neueren Veröffentlichungen, etwas sanftere Version von Letzte Instanz.
Wem also der Sound dieser band zusagt, sollte sich direkt auf www.etwasdein.de begeben, kurz in die Songs reinhören und dann sofort das Album für 5.- Öcken bestellen. Als besondere Anspieltipps würde ich hier „Augenblicke“ und „Leiden“ empfehlen.
 

Tracklist:

1. Weltenlohn
2. Leiden
3. Feuertanz
4. In Liebe
5. Schlaflos
6. Küsse
7. Frost
8. Edens Garten
9. Vogelfrei
10. Augenblicke
11. Blind
 

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