Lycosia – Apokalipstik

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Aha, das sind also Lycosia. Es handelt sich hier um 4 Franzosen, die noch nicht ganz genau zu wissen scheinen, was genau sie sein wollen. Sie beschreiben ihre Musik selbst als sexy elektronischen postindustriellen Sound mit einem fiesen Goth&Roll Touch. Wer kann sich unter dieser Beschreibung etwas vorstellen? Gut, ich auch nicht, und ich habe das Album nun schon das ein oder andere Mal gehört.
Manchmal sind Lycosia eine ziemlich normale Rock&Roll Band. Songs wie „Follow me“ kommen mit klassischen Stromgitarren und einem locker, flockigen Rhythmus daher. Wenn die band so klingt gefallen sie mir auch richtig gut. Dann hören sie sich an, wie eine musikalisch begabtere Version von Bands wie Motorhead. Ich würde dann auch jedem, der auf melodiöse harte Rockmusik steht, sofort raten, bei diesem Album zuzugreifen.
Dann kommt das große aber… Leider gilt die Kritik von oben nur für 3 bis 4 Songs. Beim Rest muss ich leider sagen, dass Lycosia versuchen, hier etwas zusammen zu führen, was in meinen Ohren, zumindest auf „Apokalipstik“ nicht zusammengehört. Es kommen dann zu den eigentlich guten Rocknummern, die Lycosia spielen, ganz seltsame, wohl einem Synthesizer entfleuchte Töne, die absolut nicht zum Rest passen wollen. Diese Songs hören sich dann an, als hätte die Band versucht, immer 2 Songs zu schreiben, die sich so unterschiedlich wie möglich anhören und diese dann übereinander gelegt. Und der Gesang wird dazu noch so unmöglich verzerrt, dass man nicht mehr sicher sein kann, dass es mal Gesang war. Das mag so manchem gefallen, mir leider nicht. Gut, Bands wie Poison haben das gleiche mit Keyboards schon vor 20 Jahren gemacht, aber das macht diese Art von Musik nicht unbedingt besser.
Track 10 klingt übrigens dann komischerweise fast original wie ein Song von Depeche Mode.
Konsequenz des Ganzen: Wer modernen Glam Rock mag, sollte Lycosia mal eine Chance geben. Für Fans von Sounderlebnissen, hat die CD auch einiges zu bieten. Alle anderen, denen die oben beschriebene Mischung auch ein wenig „abstrakt“ vorkommt, mögen doch lieber eine CD von einer ihrer Lieblingsband rotieren lassen und damit glücklich sein.

4 von 10 Punkten
Der Lohnschlächter

Tracklist:
1. Last Splash
2. All these worlds
3. Follow me
4. Hard dressed bitch
5. Leftover
6. Kiss me hard
7. Say fuck yeah!
8. Light years
9. YMHAE APAKA
10. Don’t say a word (Make up mix)

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