Black Crucifixion – Faustian Dream

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Schon vor dem ersten Hörversuch bekomme ich zu Hören, dass dieses Album schon einen kleinen Rekord aufgestellt hat. Die Band hat seit 1993 an diesem Album gearbeitet und es 2006 nun endlich fertig gestellt. Da kann man wohl ganz besondere Hörgenüsse erwarten, auf die ich mich nun so richtig freue.
Leider werde ich vom Endergebnis ein wenig enttäuscht. Was auffällt ist, dass die Band ihre Instrumente sehr gut beherrscht und auch versucht abwechslungsreich zu sein. Im Endeffekt finde ich das Gesamtprodukt allerdings ein wenig langweilig.
Nach einem etwas unmotivierten Synthie-Intro, kommt auch fast schon das Highlight des Albums. Der Opener „As Black as the roses“ ist ein Gothic Rocker allererster Güte. Er wird von den Gitarren dominiert und durch geschickte Tempowechsel interessant. Ein wenig nervend finde ich den Gesang und das bessert sich auch im Verlauf des Albums nicht wirklich.
Allerdings wird die Veranstaltung auf Dauer ein wenig langweilig. Black Crucifixion variieren in meinen Augen zu wenig, die Songs hören sich alle zu ähnlich an. Das müsste daran liegen, dass sie zum Großteil im Einheitstempo gehalten sind und die Instrumentierung auch immer die gleiche ist. Die immer wiederkehrenden Keyboardpassagen reißen mich auch nicht wirklich vom Hocker.
Nicht dass wir uns falsch verstehen, Faustian Dream ist kein schlechtes Album, allerdings hatte ich mir von Black Crucifixion mehr erhofft. Immerhin hat sich die Band in ihrer Heimat Finnland einen gewissen Kultstatus erarbeitet. Insgesamt bietet das Album soliden mittelharten Gothic Metal, an dem vor allem die Fans alter Paradise Lost oder Saint Virus sicher ihre helle Freude haben werden. Mitte die Neunziger, als auch die eben genannten Bands noch „in“ waren, hätte dieses Album sicher bei mir auch für größere Begeisterung gesorgt, als es das jetzt tut. Als Ergebnis stehen hier nun 6von10 Punkten

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