Mera Luna

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Mera Luna 2005
-Der Raport-

Samstag den 13.08.2005

Um 3.00 Uhr nachts brachen wir zu unserer knapp 600 km langen Anreise zum Méra Luna auf
Freudig fuhren wir einem, zumindest in den letzten News angekündigten, sonnigen Festivalsamstag entgegen.
In unserer letzten Rasttankstelle in Hildesheim trafen wir bereits um 8.00 Uhr morgens Festivalbesuchter, die uns berichteten, dass das Gelände wie auch ein Parkplatz mehr einem Acker gleichen, als einer Wiese.
Mit dieser Neuigkeit machten wir uns nun auf in Richtug Flugplatz. Wir hatten Glück und bekamen einen schönen Parkplatz auf Asphalt.
Die Suche nach der Bändchenausgabe fiel uns dieses Jahr um einiges leichter, so mussten wir nur ca. eine Stunde vor diesem Zelt warten bis wir sie bekamen. Die Wartezeit wurde gleichwohl genutzt um sich ein wenig mit den restlichen Gestalten zu unterhalten. Auch die Security hatte Mitleid mit uns und, zumindest ich, bekam einen Kaffee gegen die Kälte.
Nachdem wir unsere Bändchen und Ausweise erhalten hatten gings auf zum Gelände. Da das Wetter weniger sonnig und warm wie im letzten Jahr war, sah man statt ausgefallenen und knappen Outfits meist nur sehr viele Mäntel. Doch ein Plus gab es: es regnete nicht!
Nun fanden wir und vor der Main Stage ein, wo gerade In Mitra Mdeusa Inri das Festival eröffneten. Viele Besucher hatten sich zwar noch nicht vor der Bühne versammelt, doch konnte man in viele Augen schon begeisterte Stimmung lesen. Dieser Band folgte Osiris Taurus, deren Sängerin Amira lustigerweise das gleiche Korsett trug wie meinereiner :P.
Das Festivalgelände war um diese Uhrzeit noch nicht sonderlich gefüllt, also beschlossen wir einmal durch die Zahlreichen Verkaufsstände zu stöbern, und ebenso einige Bilder von Besuchern zu machen. Nach diesem Umfangreichen Fußmarsch kreuz und quer von Stand zu Stand mit einem Abstecher in den gut gefüllten Hangar, wo gerade Leaves Eyes die Besucher begeisterte, genehmigten wir uns eine Pause und betrachteten das Getümmel von einem Beck´s Stand aus mit einem Bier in der Hand.
Viel Zeit dafür blieb uns allerdings nicht, bei einem Blich auf die Uhr mussten wir schon weiter. Wir durften die Band Schandmaul interviewen. Der Schlagzeuger Stefan Brunner gab uns die Ehre. Danach schleppten wir erstmal unser Equipment zurück ins Auto. Nach einer kurzen Stärkung gings zurück aufs Gelände.
Gerade rechtzeitig um den Auftritt der Crüxshadows mitverfolgen zu können. Rogue war wie immer sehr aktiv, kletterte am Gerüst der Bühne empor, oder sprang mal eben in den Fogograben um den Fans nahe zu sein. Mitlerweile hatte sich das Gelände ziemlich gefüllt. Die Stimmung war ausgelassen, die Fans tanzten, sangen und fieberten dem restlichen Programm des Tages entgegen.

Die darauffolgende Band „The 69 Eyes" wurde ab der ersten Minute umjubelt. Sie spielten ca. eine Stunde lang Stücke aus ihrem aktuellen „Devils" Album sowie ältere Songs wie Gothic Girl, The Chair und zum Ende hin natürlich noch Dance dÁmour. Totale Begeisterung, die jeden mitriss spürte man inmitten der Menschenmasse. Es war unmöglich nicht mitzutanzen und zu singen. Froh um etwas Pause und etwas flüssiges Bier genossen wir die nun entgültig herrschende Festivalatmosphäre unter dem stetig dunkler werdendem Himmel.
Nach dieser kurzen Verschnaufpause spielten Schandmaul auf und ließen deutsche Folkrockklänge verlauten, die zum täumen einluden.
Nach diesem Auftritt schlugen wir den Weg zu unserem Auto ein um uns für die Nacht vorzubereiten und gegen die Kälte noch eine Klamottenschicht über zu werfen. Als wir zurücktrotteten hörten wir schon von weitem VNV Nation von der Hauptbühne. Doch da wir den Hangar heute ziemlich vernachlässigt hatten beschlossen wir uns für den bevorstehenden Auftritt von Hocico auf den Weg dorthin zu machen. Lange dauerte es nicht bis wir wieder in Richtung Schlafgelegenheit namens Fahrer- und Beifahrersitz aufbrachen um nach diesem sehr langen und aufregenden ersten Festivaltag ein paar Stündchen zu schlummern.

Sonntag, den 14.08.2005

Irgendwann in dieser Nacht hatte es angefangen zu regnen, voller Zuversicht, dass das Wetter besser werden würde begannen wir den Tag damit unser Caos etwas übersichtlicher zu gestalten und uns für den Sonntag draußen fertig zu machen. Wir warteten darauf, dass die Wolken ihre Tore schließen mochten. Ja, wir warteten, und warteten, und warteten…. Um ca. 12.00 Uhr gaben wir die Hoffnung auf und liefen schnellen Schrittes in Richtung Hangar. Da wir nicht die einzigen waren die auf ein Ende des Regens hofften war noch nicht sonderlich viel los dort und wir konnten Cephalgy aus den ersten Reihen genießen. Nach einer kurzen Panne, der Sound fiel aus, spielte das Trio auf einer in Nebel getauchten Bühne, aus der nur die Neonaugen zweier Mitglieder der Band herausstachen ihre Lieder. Das Konzert beendeten Sie mit ihrem „Engel sterben nie" was, bei mir zumindest, eine Gänsehaut auslöste.

Weiter gings mit KiEw um 12.55 Uhr und ihrer „Audiotherapy". Die zuerst langweilig anzusehende Bühnenshow wandelte sich völlig, als Andreas „Thedi" Thedens von seinen Bandkollegen in eine Zwangsjacke gesteckt wurde, er damit einmal um die Halle rannte und schließlich mit der Frage „Bist du ein…Geistes….kranker??" die Fans zum Ausflippen brachte. Alt Bewährtes wie „Feierabend" und „Dcdisk" durfte natürlich nicht fehlen. Resultat: Klasse Konzi doch leider viel zu kurz.
Als wir den Hangar verließen regnete es noch immer also beschlossen wir uns einen Unterstand zu suchen uns mit einem Bierchen die Stimmung aufzuhellen. Bei dieser Gelegenheit versuchten wir mittels Plastiktüten für unsere Kameras einen Schutz gegen die Nässe zu basteln.
Mitlerweile sah das komplette Gelände wie umgepflügt aus, keine Grasstelle war mehr zu sehen. Schlamm und Matsch so weit das Auge reichte.
Das einzig schöne Bild waren die vielen vielen schwarzen Regenschirme, die sich vor der Main Stage zu einen riesigen Dach zusammenfügten. Die Besucher trotzten den Regengüssen wie dem Wind um die Show zu sehen. Auch wir wagten uns aus dem Unterschlupf als Zeraphine die Bühne betraten. Und – oh Wunder – es hörte auf zu regnen. Bei den gefühlvollen Songs dieser Band vergaß man die Kälte und uns wurde allen warm. Bei einem anschließend gemütlichen „Stapf-Spatziergang" durch die Stände konnten wir beobachten, wie ein großen Ballen Stroh antransportiert und verteilt wurde, damit die Verkäufer nicht im Schlamm versanken. Diese Aktion brachte bedauerlicher Weise nicht sonderlich viel, da sich kurz daraufhin die Wolken wieder mächtig entleerten. Wie von Zauberhand verschwand der Regen auch wieder als um 17.50 Uhr Suway to Sally die Main Stage zum Beben brachten.
Diese Band riß das Publikum durch ihre Energiegeladene Show von der ersten Minute an mit, auch wenn dem Frontmann Eric Fish beim dritten Song das Mico aus der Hand fiel. Sie spangen und tanzten auf der Bühne und spieen Feuer. Das eindeutige Highlight war, als StS mit den Fans gemeinsam „Kleid aus Rosen" anstimmte. Gänsehaut-Stimmung pur. Es war überwältigend.

Noch ganz gefangen, war es auch schon wieder vorbei. Als nächstes standen die Altmeister „Deine Lakaien" auf dem Plan, auf die ich mich schon besonders gefeut hatte. Nach kleiner Verspätung spielten Sie angefangen mit DarkStar, (wobei sich auch hier wieder mal der Pannenteufel eingeschlichen hatte, denn kurzzeitig versagte die rechte Boxe
nhälfte der Main Stage) über Overpaid und vielen anderen. Sie schlossen ihren Auftritt mit ihrem „Love me to the end". Der anmutige Auftritt der Band sowie der Gesang Von Alexander Veljanov ist ein Erlebnis wert. Stimmlich für mich der überzeugendste Live-Act auf diesem Festival.

Nun endlich kam der Headlinder des Tages, die „Sisters of Mercy". Schon im Vorfeld wurde uns erzält, dass die Bühne total „zugenebelt" sein würde. So war es dann auch, ein Meer von Nebel, der den Nachthimmel erhellte. Viele ältere Festivalbesucher sangen und tanzten zu Füßen ihrer Jugendhelden. Doch nicht nur sie, auch die jüngere Generation feierte ausgelassen dem Ende des Méra Luna entgegen.
Auch für uns ging das Erlebnis viel zu schnell zu Ende. Als wir uns von den „Sisters" und den restlichen Besuchern verabschiedet hatten, stapften wir mit komplett dreckigen Stifeln und mit Schlamm bespritzten Klamotten in Richtung Auto um unsere Heimreise anzutreten.

Wir waren dieses Jahr aufs neue begeistert vom Méra Luna, nur eine Bitte für das nächste: weniger Regen als dieses Jahr, und weniger Hitze wie in 2004. Ich hoffe ihr krigt einen Mittelweg hin.

Angie

Im 6. Jahr feierten 21.000 Besucher folgende Bands

Amduscia
Atrocity
Autumn
Cephalgy
Combichrist
Deine Lakaien
Diary of Dreams
Faun
Flesh Field
Hocico
In mitri medusa inri
Kiew
Lacuna Coil
Leaves Eyes
Limbogott
Melotron
NFD
Osiris Taurus
Potentia Animi
Qntal
Schandmaul
Skinny Puppy
Staubkind
Subway to Sally
The 69 Eyes
The Birthday Massacre
The Crüxshadows
The Klinik
The Neon Judgement
The Sisters of Mercy
The Vision Bleak
Trisomie 21
VNV Nation Zeraphine

 

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