The Birthday Massacre – Violet

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Feiner Gothic klingt mir entgegen als ich die Silberscheibe Violet von Birthday Massacre einwerfe, klassisch Amerikanisch kommt sie, die Sängerin Chibi mit ihrer Band aus Toronto dann auch aus den Boxen. Das bedeutet genretypische elektronische Keyboards wie auch bei Stabbing Westward und Nine Inch Nails, allerdings klingen die dank der ja bereits erwähnten Frontfrau sehr viel Verspielter und fröhlicher, als bei eben genannten. Es klingt zumindest manchmal Mädchenhaft, was hier jedoch klar positiv auffällt. Aber sehr zu meiner Freude hat das Quintett durchaus auch den sinn und nutzen von Gitarren erkannt, was sich in durchaus kraftvollen Riffs eben dieser ausdrückt. Dieses Schema zeigt sich sofort beim ersten echten Song "Lovers End" der mit besagtem verspieltem Keyboard und einem leicht verzerrten weiblichen Sprechgesang beginnt, im Refrain aber dann zu klarer Stimme seitens Chibis und einem netten Gitarren schrubben übergeht. Insgesamt eine recht ruhige, düstere Nummer, trotz aller Verspieltheit. "Violet", der Titelsong beginnt noch fröhlicher wird jedoch dann schnell düsterer mit nachhallenden Gitarren. Einige der Songs könnte man durchaus auch im Radio spielen, was jedoch meiner Meinung nach der Band ungerecht würde, da deren Stärken definitiv außerhalb des Mainstreams liegen. Die Übergänge zwischen den Fröhlichen und Düsteren Elementen sind ziemlich gut gelungen, und machen teilweise gerade durch ihren krassen Kontrast auf sich aufmerksam. Von den Songtexten her geht es um unerfüllte Liebe, Außenseiter und ihr Leben, Alkoholmissbrauch, und oberflächliche Normalos die man töten sollte. Und das ganze auch noch in Wortspiele und fröhliche Musik verpackt, also wirklich alles was ein Gruftieherz begehrt. Wer Gothic auch mal nicht hart sondern verspielt mag sollte definitiv reinhören, Besonders Play Dead und Blue haben’s mir angetan, allerdings läuft die Scheibe bei mir rauf und runter. Schaut euch auch mal die HP an, lohnt sich, da ihr dort in alles reinhören könnt.

Trackliste
01. Prologue
02. Lovers End
03. Happy Birthday
04. Horror Show
05. Violet
06. Red
07. Play Dead
08. Blue
09. Video Kid
10. The Dream
11. Black
12. Holiday
13. Nevermind

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