Untoten – Die Blutgräfin

Marcel
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POPoNAUT - Mikrofon/gelb

Die Untoten sind wieder da. Diesmal kommen sie mit dem Versuch, große Kunst zu machen. Der komplette Titel des Albums verrät da schon einiges, es handelt nämlich nach eigenen Angaben um ein "schwarzromantisches Singspiel".
Dementsprechend kann man sich vorstellen, welche Art von Songs auf dem Album zu hören ist. Der Gesang dominiert durchgehend und die musikalische Untermalung ist eher spartanisch und steht im Dienst der Sache. Leider ist sie allerdings auch nicht sonderlich abwechslungsreich.
Aber die musikalische Perfektion scheint mir bei diesem Album nicht im Vordergrund zu stehen. Wie es sich für ein Singspiel gehört, ist der Gesang nämlich wirklich schön. Männliche und weibliche Solisten wechseln sich ab und geben den Songs eine sehr schöne Atmosphäre. Auch über den textlichen Inhalt hat man sich sehr viele Gedanken gemacht. Als Basis dient das Leben der Blutgräfin Elisabeth Bathory, welches in eine moderne Geschichte eingesponnen wird. Es geht vor allem um ihre ganz eigene Art von Erotik. Ich will da mal nicht so viel vorwegnehmen, der Name sagt irgendwie schon genug.
Ein ganz besonderes Highlight dieses Albums, stellt das Booklet dar. Auf 32 (!) Seiten enthält es das komplette Drehbuch des Singspiels und einige Aufführungsanweisungen. Dies ist auch durchaus sinnvoll, da meiner Meinung nach die Atmosphäre durch die optische Verarbeitung noch deutlich unterstützt wird. Ich würde mich freuen, mal eine Aufführung von "Die Blutgräfin" zu sehen.
Eine Bewertung dieses Albums fällt mir sehr schwer. Rein atmosphärisch und gesanglich ist das Album ein sehr schönes Produkt. Wenn man es sich das komplette Stück als Vorführung auf einer Bühne vorstellt, kann ich mir durchaus ein begeistertes Publikum vorstellen. Nur zum Hören, sprich musikalisch, finde ich Album aber eher träge und ein wenig langweilig. "Die Blutgräfin" ist sicher keine CD, die man auf einer Party mal ein wenig nebenher einlegt, sondern ein Stück Musik, mit dem man sich als Gesamtkonzept beschäftigen muss. Wenn man dies möchte, sollte man zu meiner Bewertung 3 Punkte dazu addieren und bedenkenlos zugreifen.

5 von 10 Punkten
Der Lohnschlächter

Tracklist:
CD 1
1. Schauplatz des Verbrechens
2. „Nur ein Tropfen Blut!“
3. Die Jagd
4. Blutrot, die Liebe
5. Die Gräfin des Blutes
6. Geistermädchen
7. Unheimlich
8. Blutmond
9. Alraunenblut
10. „Ich wär so gern…“
11. Hure der Finsternis
12. Der Singvogel
13. Koste das Blut
14. Bluthochzeit
15. Jedem das Seine

CD 2
1. Lustgarten (Vorspiel)
2. Ficzko
3. In den Katakomben
4. Die Grube und das Pendel
5. Domine
6. Die Zeit steht still
7. Hexenreich
8. Blitz und Donnerstag Zauberspiegel
9. Blutopfer
10. Flieg nun davon!
11. Die Gruft
12. Die Saat des Bösen

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